Schlimmer geht immer!

Heute seit 5 Uhr steht die neue Bertelsmannstudie öffentlich zur Verfügung.

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/steigende-schuelerzahlen-im-primarbereich-lehrkraeftemangel-deutlich-staerker-als-von-der-kmk-erwartet/

Es geht um die falsch eingeschätzten Schülerzahlen und dem damit verbundenen Problem von zu wenig Lehrenden in den Grundschulen. Hierdurch fehlen damit nicht, wie bisher angenommen, „nur“ 15.300 Lehrende, sondern ca. 11.000 weitere und damit insgesamt über 26.000 Lehrende alleine an Grundschulen.

Leider gab es bisher keine Maßnahmen um gegenzusteuern. Ach und falls es noch nicht jedem klar sein sollte, diese ganzen Probelem kommen dann in vier Jahren bei den weiterführenden Schulen an.

Daher ist es wichtig an der Petition „No School –  No Future“ teilzunehmen. Außerdem bitte unbedingt heute am Abend (09.09.19) WDR einschalten. Die Starken Eltern werden im Studio sein.

8-ung: Starke Eltern in der WZ

Erneut ein schöner Beitrag in der Westdeutschen Zeitung.

https://www.wz.de/nrw/wuppertal/wuppertal-starke-eltern-werben-mit-postkarten-fuer-online-petition_aid-39648449

Wir können alles nur noch einmal bekräftigen und auffordern zu unterschreiben (http://www.openpetition.de/nsnf), uns zu kontaktieren, mitzumachen und uns zu unterstützen.

Gerne diskutieren wir mit Interessierten am „Langen Tisch“ Wuppertal. Wir stehen im Engelsgarten am Opernhaus in Wuppertal Barmen.

Wer uns helfen möchte Flyer zu verteilen, kann dort gerne welche in Empfang nehmen.

16 Forderungen der Starken Eltern und GEW Wuppertal

Die aktuelle Stellenbesetzung an den Schulen Deutschlands, besonders in Regionen hoher Populationsdichte, ist katastrophal. Viele Schulen arbeiten mit einer Stellenbesetzung von 80% und weniger. Neben Förderschulen können insbesondere Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I die ausgeschriebenen Stellen nicht besetzen. Die Besetzungsquote der letzten Einstellungsverfahren in NRW lag lediglich bei 50-60%.

(www.brd.nrw.de/schule/lehrkraefteeinstellung/bausteine/MTT_Einstellungszahlen_F18.html)

Prognosen des Schulministeriums sehen in den nächsten 10 Jahren einen Bedarf von insgesamt ca. 9.000 Lehrern an allen Schulformen.

(www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Lehrer/Lehrkraft-werden/Einstiegschancen/Prognosen.pdf – Seite 16).

Dabei ist klar, dass diese Stellen, außer in der Sekundarstufe II, nicht ansatzweise mit ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden können.

Gleichzeitig prognostiziert das Schulministerium für die kommenden 10 Jahre einen Bewerberüberhang (www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Lehrer/Lehrkraft-werden/Einstiegschancen/Prognosen.pdf – Seite 21) von ca. 16.000 Lehrern mit der Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe II. Dies liegt zum Teil an falschen Anreizen für in der Länge zwar gleiche Studiengänge, aber in der Bezahlung unterschiedlich behandelten Ausbildungen.

Schon jetzt sind viele Lehrkräfte der Sekundarstufe II mit bestimmten Unterrichtsfächern arbeitslos oder bleiben durch befristete Verträge als Vertretungskraft ohne zukunftssichere Perspektive.

Die Landesregierung NRW hat die folgenden Möglichkeiten geschaffen, dem Lehrkräftemangel zu begegnen:

  1. Lehrkräfte der Sekundarstufe II können sich auf Stellen der Sekundarstufe I, den Grundschulen und den Förderschulen bewerben.

  2. Seiteneinsteiger*innen ohne Lehramtsstudium werden verstärkt für den Lehrerberuf geworben.

  3. Befristete Seiteneinsteiger ohne Lehramtsstudium werden nach einer Bewährungszeit entfristet.

Leider sind diese Maßnahmen vollkommen unzulänglich, da z.B. die finanziellen Einbußen für eine ausgebildete Sekundarstufe-II-Lehrkraft auf einer Sekundarstufe-I-Stelle nicht akzeptabel und zu wenig attraktiv sind. Daher entschließen sich nur äußerst wenige Lehrkräfte für diesen Weg, zumal sie nur im Angestelltenverhältnis und ein bis zwei Gehaltsgruppen niedriger eingestellt werden.

Auch wenn eindeutig abzusehen ist, dass ohne den Seiteneinstieg der Lehrermangel nicht zu bewältigen ist, darf keine Chance vertan werden, die ausgebildeten und vorhandenen Lehrkräfte mit anderen Lehrämtern für die zahlreichen unterbesetzten Schulformen zu gewinnen. Deshalb müssen die Bedingungen umgehend wesentlich attraktiver gestaltet werden.

Zusammenfassend kann man daher festhalten, dass das Ministerium bereits viel Zeit und Geld für eine Werbekampagne investiert, um Personen aus anderen Berufssparten abzuwerben, anstatt die fertig ausgebildeten Lehrkräfte mit anderer Lehramtsbefähigung unter akzeptablen Bedingungen einzustellen.

Begründung

Der Zusammenschluss „Starke Eltern“, die Lehrergewerkschaft Erziehung Wissenschaft Wuppertal (GEW) und Schüler*innen aller Schulen fordern die Parteien im Landtag und Bundestag auf, mehr in die Schulbildung zu investieren. Der eklatante Lehrermangel und der Unterrichtsausfall sind nicht mehr hinnehmbar.

Die Schulen sind dramatisch unterbesetzt und laufen seit einiger Zeit nur noch in einem „Notlauf-Programm“. Viele notwendige Aufgaben, von Inklusion bis hin zur Prüfungsvorbereitung, werden häufig nur noch unzureichend begleitet. Alle Fachkräfte in Schulen arbeiten dabei seit langer Zeit am Limit. Es fehlen Lehrer, Sonderpädagogen und Fachkräfte für den Unterricht, die Beratung und die Betreuung von Kindern mit Förderbedarf. An allen Ecken und Enden ist die Decke zu kurz. Letztlich trifft es alle in der Schulgemeinschaft.

Daher haben sich Schüler*innen, Eltern (www.starke-eltern.net) und der Stadtverband der Gewerkschaft für Erziehung Wissenschaft Wuppertal (GEW) entschlossen, diesen Mangel nicht länger stillschweigend hinzunehmen.

Wir fordern deshalb umgehend: Hürdenfrei: „Abschaffung des Numerus Clausus für alle Lehramtsfächer und auskömmliche Finanzierung der Universitäten zur Ausbildung von Lehrkräften.“

Ausstattung: „Deutlich stärkere Unterstützung der Kommunen durch das Land und den Bund bei der sächlichen und personellen Ausstattung der Schulen (z.B. deutlich mehr Schulverwaltungsassistentinnen zur Entlastung der Schulverwaltung einstellen).“

Lehrerpooling: „Kurzfristige Maßnahmen zur Kompensation des Lehrermangels (z.B. Schaffung eines Pools von Lehrenden zur Vermeidung spontaner Unterrichtsausfälle).“

Erst A, dann B: „Lehrkräfte mit einer Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe II werden vorrangig vor allen anderen Seiteneinsteigerinnen ohne Lehrerausbildung eingestellt.“

Lehrer ist Lehrer: „Lehrkräfte mit einer Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe II müssen kurzfristig und unkompliziert in den anderen Schulformen im Beamtenverhältnis eingestellt werden können.“

Praxis zählt: „Pädagogische Nachqualifizierungen für die anderen Schulformen dürfen nicht an Prüfungen geknüpft werden, da bereits eine vollwertige Lehrerausbildung vorhanden ist.“

Einfach sofort: „Als Sofortmaßnahme muss an Gesamt- und Sekundarschulen der Anteil der Stellen für die Sekundarstufe II umgehend auf 80 % erhöht werden.“

Gleiche Arbeit, gleicher Lohn: „Es muss umgehend das Besoldungsgesetz geändert werden, um die gleiche Bezahlung der Lehrkräfte aller Schulstufen inkl. Grundschulen nach A 13 Z kurzfristig verankern zu können.“

Flankenschutz: „Die Weiterqualifizierung, die Aufstiegschancen und die Begleitung der Seiteneinsteigerinnen bzw. Quereinsteigerinnen müssen umgehend verstärkt werden.“

Planungssicherheit: „Zukunftssicherheit der Lehrenden muss umgehend durch Entfristung der bestehenden Arbeitsverträge erfolgen.“

Selbstverwirklichung: „Mehr Planungskompetenz für Investitionen der Schulen durch Budgetzuweisung ohne feste Bindung.“

Weitsicht: „Langfristigere und angebotsgerechtere Stellenplanung der Schulen.“

Digitale Gegenwart: „Es muss eine Förderung einer Plattform zur weitreichenden Digitalisierung von Unterrichtsmaterialien geben.“

Zukunft / Handeln / Bereitstellen: „Hauhaltsüberschüsse müssen für die Bildung verwendet werden.“

Klein, aber oho: „Kleinere Klassen für individuelleren Unterricht.“

Gemeinschaftlich: „Verbesserung der Inklusion durch gesteigerte Personal- und Finanzinvestitionen.“

Unterstützen Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift unter http://www.openpetition.com

80.000 Flyer suchen Unterschriften! No School – No Future (NSNF)

Es geht nun wieder richtig los! Auftakt der Petition „No School – No Future“ (kurz NSNF). Es sind 80.000 Flyer angekommen und wollen verteilt werden. Die Flyer suchen nach Unterschriften von Unterstützerinnen und Unterstützern. Bitte unterstützt die Petition mit eurer Unterschrift, aber ebenso wichtig ist, dass ihr andere Eltern, Schüler*innen und Lehrende aller Schulen auf die Petition aufmerksam macht.

80.000 Flyer

Wir brauchen 29.000 Unterschriften, um auch wirklich Gehör zu bekommen.

Wer sich fragt warum die Petition „nur“ in NRW stattfindet, dem erklären wir gerne, dass Bildung leider Ländersache ist und wir mit einer Petition auf Bundesebene wahrscheinlich genau mit der Begründung abgewiesen werden.

Daher unterstützt uns bitte trotzdem aus allen Bundesländern. Dies hier soll auf alle Bundesländer ausgedehnt werden. Wer weitere Informationen braucht wofür wir im Einzelnen kämpfen, kann hier die beispielhaften Forderungen lesen oder sich auch unter http://www.starke-eltern.net mehr Informationen besorgen.

Bei Anregungen oder auch Kontaktanfragen von Presseseite stehen wir gerne zum persönlichen Kontakt bereit. Wir hören gerne von allen Interessierten.

Die Starken Eltern

Starke Eltern gehen in die Breite!

Die Starken Eltern machen im neuen Jahr genau dort weiter, wo sie im alten Jahr aufgehört haben. Wir verschaffen uns Gehör und „prangern die Missstände im Schulsystem“ an.

Ein sehr schöner Artikel ist erneut in der Westdeutschen Zeitung erschienen (https://www.wz.de/nrw/wuppertal/initiative-starke-eltern-prangert-missstaende-in-wuppertaler-schulen-an_aid-35955727).

Schöner Artikel in der Westdeutschen Zeitung

Die Starken Eltern können jede Unterstützung von interessierten und engagierten Eltern, Schülern und auch Lehrern gebrauchen. Bei Interesse bitte einfach im Newsletter mit „Ich möchte mithelfen!“ anmelden oder direkt an christian.stephan@starke-eltern-nrw.de schreiben.

Morgen Zeitung auf und Radio an.

Neben dem Fernsehen war auch noch reilich Presse und Radio vor Ort. Von Vorabbeiträgen in der WZ (https://www.wz.de/nrw/wuppertal/demo-gegen-lehrermangel-in-wuppertal-bis-zu-500-teilnehmer-erwartet_aid-34895819) bis zu halbstündigen Ankündigungen bei Radio Wuppertal und WDR2 war alles dabei. Auch morgen sind noch weitere Beiträge in Zeitung (WZ) und Radio (Deutschlandfunk Campus und Karriere) zu erwarten.

Vielen Dank auch hier noch einmal an alle Beteiligten, die Interviews und Urtöne eingefangen haben.

Fernseher an!

Die Versammlung heute hat ein extrem gutes Medienecho ausgelöst. Der WDR hatte uns schon um 16:00 Uhr in der aktuellen Stunde erwähnt und um 19 Uhr im Teil „Kompakt“ eine Kurznachricht gesendet:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-kompakt-26362.html

Ab Minuten 39:47 ist dies zu finden.

Im Anscluss kam dann in der Lokalteit Bergisches Land ein längerer Beitrag.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bergisches-land/video-demo-schueler-und-eltern-gegen-lehrermangel-100.html

Krönender Abschluss war dann der Studiobesuch von Tino Orlishausen von der GEW Stadtverband Wuppertal.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bergisches-land/video-studiogast-tino-orlishausen-gew-sprecher-wuppertal-100.html


Zeitung auf!

Ebenso wie die Radiosender unterstützt uns auch die Presse. Bereits am Samstag gab es einen kleinen Beitrag in der Wuppertaler-Rundschau. Ebenso erwarten wir einen Beitrag in der WZ. Vielen Dank dafür.